Thermalkameras dienen in der Fernerkundung zur Erfassung der Energieverluste von Städten, der Versorgungsleitungsüberprüfung, der Deponienüberwachung, der Durchfeuchtung landwirtschaftlicher Flächen, dem Grenzschutz und vielem mehr. Bei der im Gyrocopter installierten Thermalkamera handelt es sich um eine VarioCAM hr der Firma InfraTec.

 

 

 

Die Thermalkamera hat einen Mikrobolometerchip mit 640 x 480 Pixel. Die spektrale Empfindlichkeit liegt zwischen 7.5 -14 µm. Der Messbereich von -40 bis +1200 °C wird mit 16 Bit digitalisiert. Die Kamera ist mit einem vorselektierten Chip ausgestattet, so dass eine Temperaturauflösung von 30 mK gewährleistet ist. Bei der Standardflughöhe von 600 m über Grund und einem Öffnungswinkel der Kamera von 30° liegt die räumliche Auflösung bei 50 cm.

Die Triggerung der Thermalkamera erfolgt automatisch während des Fluges. Im Rahmen der Flugplanung werden vorher die Auslösepunkte festgelegt. Die Auslösung findet statt, sobald der Abstand zwischen dem geplanten und realen Auslösepunkt ein Minimum annimmt. Die Infrarotaufnahmen werden mit 60 Hz permanent flüchtig erfasst. Je nach Auslöseintervall wird ein Bild aus dem Framegrabber selektiert und mit den Lage- und Positionsdaten zusammen gespeichert.

Am Institut für Geoinformation und Vermessung sind die erforderlichen Einrichtungen für alle notwendigen Korrekturen, d.h. radiometrische als auch geometrische Kalibrierung vorhanden. Für viele Anwendungsbereiche ist eine radiometrische Korrektur nicht unbedingt notwendig, weil meist relative Temperaturunterschiede und nicht absolute Werte von Interesse sind. Die geometrische Kalibrierung muss in jedem Fall angebracht werden, damit die Bilddaten hinreichend genau georeferenziert werden können.

 

Das nachfolgende Bild zeigt eine Termalaufnahme von landwirtschaftlichen Flächen.

Ansprechpartner

Prof. Dr. Lutz Bannehr

Tel.: 0340 - 5197 1611

Email: lutz.bannehr@hs-anhalt.de

 

Prof. Dr. Lothar Koppers

Tel.: 0340 - 5197 1620

Email: lothar.koppers@hs-anhalt.de